Liebe Freunde,
Leihmutterschaft – egal ob kommerziell oder nicht kommerziell – ist in Deutschland aus gutem Grund verboten.
Und dieses Verbot wird auch von der Union mitgetragen.
Zumindest offiziell, denn die eigenen Gesetze gelten ganz offensichtlich nicht für deren Spitzenpolitiker: Jens Spahn wurde jetzt Vater, wie er gemeinsam mit seinem Partner verkünden ließ. Die beiden sind zum „Babyshopping“ in die USA, wo andere Regeln gelten als hierzulande, und sind damit in guter Gesellschaft: auch CDU-Politiker Hendrik Streeck soll mit seinem Partner ein Kind per Leihmutterschaft in den USA bekommen haben.
Als Familienmensch kann ich den Herzenswunsch nach einem Kind nachvollziehen – daher kritisiere ich an dieser Stelle auch nicht den Wunsch an sich.
Doch der Weg dahin – sich ein Kind zu „bestellen“, das nach der Geburt von der Mutter getrennt wird – ist für mich persönlich Menschenhandel und strikt abzulehnen.
Von der Doppelmoral, die hier einmal mehr zutage tritt, ganz zu schweigen.
Euer Manfred Schiller
Jens Spahns Doppelmoral



