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Willkommen im Sozialismus!

Der Staat wächst und breitet seine Tentakeln aus – die private Wirtschaft rammt den Eisberg.

Liebe Freunde,

jetzt haben wir es amtlich: wir befinden uns nicht mehr in der Demokratie, sondern mitten im Sozialismus. Denn das eine schließt das andere doch aus. Oder gibt es vielleicht einen demokratischen Sozialismus oder eine sozialistische Demokratie? Zwei Koordinaten treffen jetzt aufeinander. Die Staatsquote beträgt mittlerweile 52% und die Aussage Helmut Kohls lautete: bei 50% Staatsquote beginnt der Sozialismus.

Aber selbst kurz vor der Kollision schafft es Kanzler Merz, die Menschen auf der Titanic anzulügen und auf Partystimmung zu bürsten. Am 9. September anlässlich der Generaldebatte zur Haushaltsplanung 2027 sagte er: „Ich habe erst im nächsten Jahr wieder mit einem Wachstum von über einem Prozent gerechnet. Wir haben es bereits in diesem Jahr erreicht. 1,3 Prozent Wachstum zeigen, dass wir auf dem richtigen Weg sind.“ Seine adrette Wirtschaftsministerin Katherina Reiche erklärte letzte Woche in der Ministerbefragung im Deutschen Bundestag: „Wir entfesseln, wir erneuern, wir setzen unseren Wachstumskurs fort.“ Es sei der Bundesregierung gelungen, die Wirtschaft wieder auf die Beine zu stellen, denn die Wirtschaftsforschungsinstitute hätten ihre Wachstumsprognose von 0,6 auf 1,3 Prozent mehr als verdoppelt.

Na Donnerwetter! Woher kommt denn das jetzt so schnell um die Ecke?

Wir schauen genauer hin: die staatlichen Investitionen in Ausrüstungsgüter (Maschinen, militärische Waffensysteme und dgl.) haben zwischen 2019 bis 2025 um 90,7% zugenommen, die privaten genau um 1,2% (nicht preisbereinigt)

Das Institut der Deutschen Wirtschaft (IW) schüttet gehörig Wasser in den Wein von Fritze und Katerina. Die deutschen Firmen investieren zwar, aber leider fast nur im Ausland.

Die Wirtschaft ist seit 2020 (wenn überhaupt) nur durch steigende Staatsausgaben „gewachsen“, denn einem gesamten jährlichen „Wachstum“ von 0,2 Prozent seit 2020 steht ein jährliches Minuswachstum von 0,5% der Privatwirtschaft gegenüber. Auch der private Konsum hat sich bei den Haushalten seit 2019 nur um 4,5% gesteigert, während der Staat seine Konsumausgaben um mehr als 16% erhöht hat.

Na denn man tau – wie der Seemann sagt!

Euer Manfred Schiller

Willkommen im Sozialismus!
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