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GES-Studie: Strom nur aus „Erneuerbaren“ wird teuer

Liebe Freunde,


am Dienstag, 22. Sept. 2026 mussten wir über Stunden hinweg Strom importieren und zahlten in der Spitze um 19:00 Uhr für 10,41 GWh/h über 596 €/MWh.
Am Mittwoch, 24.09. exportierten wir um 14:00 Uhr 10,05 GWh/h und bekamen dafür nur 75,09 €/MWh.
Als Faustregel gilt: je höher die Peaks beim Stromexport sind z.B. wegen „Sonnenkraft“-Überschuss, desto geringer sind die Erträge pro MWh, und diese können sogar ins Negative rutschen.
Und: die sog. Energiewende kommt niemals ohne Grundlastträger aus wie Kohle und Gas (z.B.: nachts scheint keine Sonne), hauptsächlich aber auch, um Netzfrequenzen stabil zu halten – Kohle- und Gaskraftwerke werden niemals rentabel arbeiten können, da sie nur als „Lückenbüßer“ planwirtschaftlich eingesetzt werden.
Es geht bei der Stromversorgung sowohl um nationale Souveränität (Unabhängigkeit von volatilen Stromquellen, Unabhängigkeit von externen Anbietern und von Preisdiktaten für Importe/Exporte), als auch um Minimierung von laufenden Kosten und Systemkosten.
Strom und Energie dürfen für einen Industriestaat keine Frage des Überlebens sein.


Deshalb gilt:


Selbst, wenn wir alle Vernunft über Bord werfen und zu 100% auf erneuerbare Energien umsteigen würden, wären wir niemals „klimaneutral“, denn wir werden auf Importe und/oder Grundlastträger angewiesen sein, zusätzlich würde uns die komplette Umsetzung wirtschaftlich ruinieren.


Die aktuelle Studie vom DIHK geht von insgesamt 5.400 Milliarden Euro Kosten aus – Ausgaben, die sich niemals wirtschaftlich rechnen, es bleibt ein Transfergeschäft zulasten unserer Volkswirtschaft, der durch absichtliche Insolvenzen und Abwanderung den Zusammenbruch des gesamten Systems beinhalten kann.


Eine neue Studie der „Global Energy Solutions“ (GES), Ulm vergleicht drei unterschiedliche Szenarien der Systemkosten für einen langfristigen mittleren deutschen Strombedarf von 950 TWh jährlich.


Zwei Beispiele nenne ich.


Das Szenario mit 100 % fluktuierenden Erneuerbaren benötigt nach der Modellrechnung eine installierte Gesamtleistung von 1.162 GW, davon 786 GW Wind und PV. Die errechneten Systemkosten erreichen 321 €/MWh.
Gleichzeitig entstehen 380 TWh zeitweilige Überdeckung plus 175 TWh Unterdeckung.

– Und stellt Euch vor: unsere tatsächlichen täglichen Spitzenbedarfe liegen unter 80 GW! Was für ein Irrsinn, etwa das 15fache an Leistung installieren zu wollen und müssen, und das soll Klimaschutz sein?


Dagegen steht das technologieoffene Kostenminimumszenario, welches mit nur 215 GW installierter Gesamtleistung auskommen würde (also fast nur 1/6 des 100%-Erneuerbaren-Szenarios), dieses wäre nahezu 100% CO2-neutral, es hätte ein stabiles Netz zur Folge und würde weniger als die Hälfte der Systemkosten des 100%-Modells verursachen.
Umgerechnet würden nur 125 € auf die MWh anfallen im Gegensatz zu den oben genannten 321 €/MWh.
Dieses „Supermodel“ heißt:

Rückkehr zur Kernkraft – es sieht eine Deckung von rund 76% des Jahresstrombedarfs über umweltschonende Kernenergie vor und würde einen Ausbaustopp der EE bedeuten.
Zusatzeffekt: mit Kernkraft ließen sich hervorragend Pumpspeicher auffüllen, z.B. dann, wenn wenig Strom verbraucht wird, wir könnten Strom zu marktwirtschaftlichen Preisen exportieren.
Das Kosten-Minimum-Szenario wäre „win-win“ für Produzenten, Staat, Verbraucher, Umwelt und Wirtschaft.

Warum soll unsere Volkswirtschaft für ein Luftschloss ausbluten?

Euer Manfred Schiller

Siehe auch:

Strom nur aus Sonne und Wind – das wird sehr teuer – Global Energy Solutions e.V.

GES-Studie
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