Liebe Freunde,
die Presse meldet Wärmepumpenabsatz 2025 auf Rekordniveau – ein Konjunkturprogramm mit der Gießkanne:
Die Zahl liegt bei etwa 300.000 neu eingebauten Heizungswärmepumpen (etwa die Hälfte aller neuen Heizungen) und nochmals knapp 50.000 St. nur für Warmwasseraufbereitung. Registriert wurden 288.000 Förderzusagen aufgrund der neuen Förderbedingungen. Dies ist ein Plus von 91 Prozent ggü. 2024, als die Förderzusagen ab Februar stufenweise ausgelaufen waren.
Überschlägig kann man folgende Rechnung aufstellen: durchschnittliche Anschaffungskosten für ein Einfamilienhaus liegen bei rund 30.000 € (teilweise sind alle Nebenleistungen auch förderfähig: Einbau, Anschluss, Steuerung, Inbetriebnahme). Förderhöhe: 50 Prozent (geschätzt, je nachdem, ob der Austausch einer fossilen Heizung hinzukommt, ggf. zzgl. eines Einkommensbonus). 288.000 x 15.000 € = 4.320.000.000 € Steuergeld, allein im Jahr 2025.
Ob das Plus von 91 Prozent ggü. 2024 nur aufgrund der Förderung entstand?
Ist es angemessen, dass der Nachbar in der Mietwohnung für die Heizung seines Gegenüber im Einfamilienhaus mit aufkommt?
Und wie sieht es mit dem Umweltgedanken aus, wenn Heizsysteme verschrottet werden, die eigentlich noch Jahre lang laufen könnten?
Euer Manfred Schiller




