Liebe Freunde,
Oskar Lipp, MdL, erhielt neulich einen Ordnungsruf mit 1.000 € Strafzahlung im bayerischen Landtag, weil er das Wort „Endsieg“ verwendete. Stephan Brandner, MdB in Berlin, verlor gar seinen Vorsitz im Rechtsausschuss, weil er das Wort „Judaslohn“ verwendete. Die Empörung über Begriffe, die zur deutschen Sprache gehören, oder sogar gebildeten Bürgerschichten zugeordnet werden können, ist dieser Tage groß, aber es gibt für niemanden eine Orientierung, was man noch sagen – oder besser noch, was man noch denken darf.
Alle Bürger, und erst recht diejenigen, die sich öffentlich exponieren (müssen), machen jeden Tag eine Gratwanderung bzgl. der durch die Obrigkeit genehmigten/genehmen Wortwahl. Vieles wird willkürlich im Nachhinein zensiert, geblockt, in der Reichweite beschränkt, oder im schlimmsten Fall strafrechtlich geahndet. Deshalb habe ich die Bundesregierung um Rat und Hilfe angefragt. Bitte seht die Antwort anbei. Sie ist äußerst unbefriedigend, denn wir sollten von denen, die alles besser wissen, Rat und Führung bekommen, in diesem Fall also so etwas wie einen Sprach-Knigge. 😊
Ich hoffe einfach, dass es nicht irgendwann gefährlich wird, wenn ich nur „Guten Morgen“ sage. Denn auch diese „Grußformel“ wurde einst in den sog. dunklen Zeiten Deutschlands verwendet.
Meine Anfrage und die Antwort der Regierung könnt ihr hier nachlesen:
Anfrage an die Regierung zu einem „Sprach-Knigge“
Euer
Manfred Schiller