Liebe Freunde,
nationale Interessen vertreten, Politik für das eigene Volk und den eigenen Nutzen durchsetzen – Ungarn macht es vor. Deutschland degradiert sich selbst zum „Stiefelputzer“
Nicht nur der erste Spatenstich ist erfolgt, es ist auch bereits der erste Beton in die Baugrube des Kernkraftwerksprojekts Paks II geflossen. Ungarn nennt es das „Flaggschiff der nuklearen Wiedergeburt Europas“.
Das absolute Kuriosum dabei: Das Projekt der ungarischen Regierung wird in Zusammenarbeit mit dem russischen Staatskonzern Rosatom realisiert – und das mitten in Europa.
Die beiden neuen Reaktoren werden den Anteil der Kernenergie am ungarischen Strombedarf nach heutigen Maßstäben von aktuell 53% auf fast 86% heben. Der Strompreis in Ungarn liegt bei etwa 10 Cent pro Kilowattstunde. Der CO2 Ausstoß für die Erzeugung einer kWh Strom liegt nur rund halb so hoch wie in Deutschland, mit weiter sinkender Tendenz.
Ungarn rüstet sich für das KI-Zeitalter und die energiepolitische Unabhängigkeit.
Immerhin: die Firma Siemens darf am Katzentisch dabei sein und wenigstens konventionelle Bauteile für den nichtnuklearen Teil des Kraftwerks liefern. Ob man sich da nicht die Finger verbrennt?
Aber Rosatom steht nicht auf der EU-Sanktionsliste. Warum das denn? Ungarn und andere Mitgliedstaaten blockieren entsprechende Sanktionsinitiativen gegen den russischen Atomkonzern im Rat.
Euer Manfred Schiller




