Liebe Freunde,
das Rundschreiben der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern ist ein politischer Tabubruch. Eine Kirchenleitung maßt sich an, demokratisch gewählte Mandatsträger allein wegen ihrer Parteizugehörigkeit aus kirchlichen Gremien zu drängen. Das ist kein geistlicher Vorgang, sondern politischer Aktivismus.
Die AfD ist eine rechtmäßige, zugelassene Partei. Art. 21 des Grundgesetzes stellt unmissverständlich klar, dass politische Parteien an der Willensbildung des Volkes mitwirken und verfassungsrechtlich legitim sind, solange sie nicht verboten sind. Wer Mandatsträger unserer Partei pauschal als „unvereinbar“ brandmarkt, stellt sich bewusst gegen diesen Grundsatz.
Besonders anmaßend ist die Unterstellung, bereits die Ausübung eines kommunalen Ehrenamtes stelle eine aktive Unterstützung angeblich „menschenfeindlicher Positionen“ dar – ohne Einzelfallprüfung, ohne konkretes Fehlverhalten, ohne belastbare Tatsachen. Hier wird nicht Recht angewandt, sondern Gesinnung bewertet.
Eine Kirche, die politische Loyalität einfordert und demokratische Mandate delegitimiert, verlässt den Raum von Seelsorge und Gewissensfreiheit und macht sich selbst zum parteipolitischen Akteur. Damit beschädigt sie ihre Glaubwürdigkeit und spaltet, statt zu verbinden.
Christlicher Glaube braucht keine politische Gleichschaltung. Demokratie braucht keine kirchlichen Gesinnungsurteile.
Euer Manfred Schiller




